Der Truppraum bekommt ein neues Gesicht

Ein Rückblick & Ausblick

Sei einmal ehrlich: Bist du schon einmal im oberen Bereich unseres Heimes gewesen? Wenn man die Stiege hinaufgeht, geht es rechts in den Spielraum – hoch, mit flauschigen Wänden, eingelassenen Weichböden, einer besonderen Decke und einer zweiten Tür ins Spielekammerl (wo die Bälle geduldig darauf warten, dass man wieder mit ihnen spielt).

Links hingegen gelangt man in den sogenannten „Truppraum“ – den Raum mit den Tischen und dem Biberbau.

Wie alles begann

Als das Heim gebaut wurde, sah das obere Stockwerk noch etwas anders aus. Damals gab es das Spielekammerl noch nicht, sondern eine Brücke über die Stiege, über die man vom Spielraum direkt in den hinteren Bereich des Truppraums gehen konnte. Es hätte also auch zwei kleinere Truppräume geben können – vielleicht je einen für GuSp und WiWö (Biber gab es damals noch keine). Ob das besser oder schlechter gewesen wäre? Man weiß es nicht, aber das ist heute auch nicht der Punkt.

In den frühen Jahren war der Truppraum recht karg. Beim Herbstfest nutzten wir ihn für Stationen, ansonsten gab es dort vier Tische mit Sessel und ein paar Kästen an den Wänden. Der große Raum wirkte kühl und ungemütlich. Später kam zwar eine gemütliche Eckbank dazu, aber so richtig passen wollte es noch immer nicht.

Der Biberbau entsteht

Als schließlich die Biber frisch in unserer Gruppe ankamen, wollten wir optimale Bedingungen für die Kleinsten schaffen. Biber brauchen einen kuscheligen Rückzugsort – und statt eines Sommerlagers machen sie ein „Biberschläfchen“. So entstand die Biberhöhle als großes Stockbett: unten zum Hineinkuscheln, oben zum Schlafen (wobei, soviel ich weiß, oben nie wirklich ein Kind geschlafen hat).

Der Truppraum wurde dadurch unterteilt und bekam eine neue Sitzbank, die die vier Tische umschloss. Alles war mit viel Stauraum, Kästen und warmem Parkett versehen. Der Raum wirkte auf einen Schlag viel gemütlicher!

Dass der Raum überhaupt so gut ausgestattet war, verdanken wir zwei starken Typen aus unserer Gruppe: Robert und Markus. Die beiden haben beruflich wie privat viel mit Holz gearbeitet. Da sie damals Turnsäle für Schulen ausstatteten, verdanken wir ihnen die Weichböden im Spielraum sowie sämtliche Holzverkleidungen im Heim. Nachträglich vielen Dank euch beiden und allen, die mitgeholfen haben!

2009 hatten wir auch unser 80 Jahre Jubiläum — ein neuer Truppraum, als Geburtstagsgeschenk.

Warum sich etwas ändern musste

Doch die Zeiten ändern sich und Anforderungen wandeln sich mit:

  1. Brandschutz: Früher lagerten wir die Alu-Kisten für das Sommerlager im Heizraum. Der Rauchfangkehrer verbot uns das jedoch – leere Alukisten seien eine unzulässige Brandlast. Kurzerhand ersetzten wir die Matratzen der Biberhöhle durch die Alukisten. Aus der Kuschelecke wurde ein Lager.

  2. Möbelspenden & Platzmangel: Im Laufe der Jahre bekamen wir immer wieder Schränke gespendet. Bald standen sechs Ordnerschränke im Raum, von denen die meisten über Jahre hinweg leer blieben. Die Freifläche verkam langsam zur Rumpelkammer.

  3. Mehr Kinder: Unsere Gruppe wuchs. Wir hatten bald mehr Biber, als in die Biberhöhle passten, und mehr Kinder, als an den Tischen Platz fanden. Besonders bei den WiWö und GuSp, wo es oft zu Heimabenden mit Gruppenteilungen kam, reichte der Platz im Truppraum hinten und vorne nicht mehr aus.

Kurz gesagt: Es musste sich etwas ändern.

Was gemacht wurde

In einer echten Blitzaktion – in genau 2 Tagen und 2 Stunden – haben wir den Truppraum umgebaut:

  • Neue Plattform: Der alte Biberbau wurde entfernt. Stattdessen zieht sich nun eine neue Plattform über die gesamte Länge des Raums.

  • Nachhaltig gebaut: Wir haben fast das gesamte Holz des alten Biberbaus recycelt und nur zerschnittene Balken ersetzt.

  • Mehr Raum & Tragkraft: Die neue Plattform ragt weniger weit in den Raum hinein, bietet oben trotzdem etwas mehr Fläche und kann laut statischer Berechnung insgesamt sogar mehr tragen als die alte Konstruktion.

  • Maximale Flexibilität: Die feste Sitzbank wurde geöffnet. Die Tische stehen nun frei und können je nach Bedarf verschoben oder an die Seite geräumt werden.

Der Raum ist jetzt wieder luftig, frei und trotzdem gemütlich. Wir sind extrem flexibel: Bei Heimübernachtungen haben wir reichlich Platz für Schlafplätze. Bei Schlechtwetter können wir beim Herbstfest problemlos Stationen nach drinnen verlegen. Und auf die gelagerten Kisten kann nun jeder zugreifen, ohne aufwändig klettern zu müssen.

Jetzt seid ihr gefragt!

Technisch ist der Raum fertig, aufgeräumt und einsatzbereit. Aber ihm fehlt noch die persönliche Note: Er braucht ein Gesicht!

Da der Truppraum das Herzstück für unsere Biber, WiWö und GuSp ist, sollt vor allem ihr mitreden dürfen:

  • Sollen wir den Raum ausmalen? Wenn ja, in welchen Farben?

  • Brauchen wir neue Sessel?

  • Soll es mehr Regale geben?
  • Sollen Vorhänge aufgehängt werden? vor die Fentster, oder um die Lagerfläche abzudecken?

Habt ihr Ideen? Teilt sie uns mit! Am besten als Zeichnung oder Skizze – je konkreter, desto besser. Wir freuen uns auf eure Vorschläge!